EPS oder EPP: Welche Box passt zu Ihnen?
EPS und EPP ähneln sich: beides geschäumter Kunststoff, beides isolierend, beides leicht. Trotzdem wählen Sie sie für unterschiedliche Situationen. Der Unterschied liegt nicht in der Isolierung, sondern darin, was nach der Fahrt mit der Box passiert.
EPS: für den einmaligen Einsatz
EPS ist Styropor. Günstig, hervorragend isolierend und leicht. Die Struktur ist spröde: Fällt eine Styroporbox herunter, bricht eine Ecke ab. Für Sendungen ohne Rücklauf ist das kein Problem — und gerade der niedrige Stückpreis macht EPS zur Standardwahl für den einmaligen Versand.
EPP: für Rücklauflogistik
EPP ist zäher. Wo EPS bricht, federt EPP zurück. Eine EPP-Box übersteht hunderte Fahrten, ohne an Isolierleistung zu verlieren. Dem steht ein deutlich höherer Anschaffungspreis gegenüber.
Die Rechnung
Teilen Sie den Preis einer EPP-Box durch die erwartete Zahl der Fahrten und vergleichen Sie das mit dem Stückpreis von EPS. Bei festen Touren, Pfandsystemen oder interner Logistik zwischen Standorten gewinnt EPP fast immer. Beim Versand an Endkunden, die nichts zurückschicken, gewinnt EPS.
Isolierung
Bei gleicher Wandstärke nehmen sich beide wenig. Lassen Sie das also nicht entscheiden — schauen Sie auf die Lebensdauer und darauf, ob die Verpackung zurückkommt.
Gewicht und Volumen
EPP ist bei gleicher Wandstärke etwas schwerer. Beim Paketversand, wo Sie je Kilo zahlen, kann das ins Gewicht fallen. Bei eigenem Fuhrpark spielt es kaum eine Rolle.
Praktisch
Versand an Verbraucher oder einmalige Abnehmer: EPS. Feste Touren oder Rücklauf der Verpackung: EPP. Im Zweifel rechnen Sie mit Ihrer eigenen Rücklaufquote — diese Zahl entscheidet.