Fisch gekühlt versenden: worauf es ankommt
Fisch stellt von allen Frischeprodukten die höchsten Anforderungen. Jedes Grad zählt sofort, und Tauwasser vergrößert das Problem, statt es zu lösen. So gehen Sie vor.
Mit Fisch auf Temperatur beginnen
Eine Box isoliert, kühlt aber nicht. Fisch, der bereits angewärmt ist, kommt nicht mehr auf Temperatur zurück — egal wie viel Kühlmittel Sie dazulegen. Packen Sie im gekühlten Raum, nicht auf der Laderampe.
Box mit Lecklöchern wählen
Fisch gibt Tauwasser ab. Ohne Lecklöcher bleibt diese Flüssigkeit in der Box stehen und greift die Qualität an. Für ganze Fische und Filets wählen Sie deshalb eine Ausführung mit Lecklöchern. Nur bei vakuumverpackter Ware oder wenn der Empfänger keine Flüssigkeit erhalten darf, nehmen Sie eine geschlossene Box — mehr dazu bei Styroporbox für Lebensmittel.
Kühlmittel obenauf
Kälte sinkt. Legen Sie Kühlbeutel oder Kühlmatten oben auf die Ware, nicht darunter. Bei flachen Produkten wie Filets wirken Matten besser als dicke Beutel: Sie liegen flach über der gesamten Fläche.
Wandstärke nach Transitzeit
Für eine Fahrt innerhalb des Tages genügt dünnwandig. Geht die Sendung über Nacht oder ist es warm, wählen Sie dickwandig. Rechnen Sie mit der längsten denkbaren Transitzeit, nicht mit dem Durchschnitt.
Box füllen
Eine volle Box hält deutlich länger Temperatur als eine halbvolle. Wählen Sie lieber eine kleinere Größe, die voll wird, als eine große mit Luft darin.
Luftfracht
Geht der Fisch auf einer Palette in die Luft, kommt eine Thermohaube darüber. Der kritische Moment liegt nicht im Flug, sondern in den Stunden auf dem Vorfeld.
Aus der Praxis
Die Lachsbox — eine lange, schmale Styroporbox — ist speziell für ganze Filets gemacht. Diese Passform ist kein Detail: weniger Leerraum bedeutet weniger Erwärmung und weniger Verrutschen im Transport.